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NEUERSCHEINUNGEN

»Die Demokratie muss gestaltungskräftiger,

die Politik gestaltungswilliger werden.«

Roger de Weck
Die Kraft der Demokratie

Grauzonen menschlichen Verhaltens.Menschliche Abgründe.Undercover Ermittlung.

Elisabetta Foscarini, Jugendfreundin von Brunetti und immer noch eine Schönheit, taucht eines Tages in der Questura auf. Ob Brunetti verdeckt ermitteln könne, wer die Familie ihrer Tochter bedroht? Konkrete Tathinweise fehlen. Wer sollte auch einer Tierärztin Böses wollen und einem Buchhalter, der für eine wohltätige Stiftung gearbeitet hat? Schon will Brunetti das Ganze als übertriebene mütterliche Sorge abtun, da kommt es zu einem Überfall, der menschliche Abgründe offenbart.

 

Wer wäre hilfsbereiter als Brunetti? Dies aber droht ihm in ›Milde Gaben‹ zum Verhängnis zu werden. Was als Freundschaftsdienst beginnt, beschäftigt schon bald die halbe Questura. Und zwar undercover. Eine klare Gesetzesüberschreitung lässt sich nicht finden. Noch nie fiel es schwerer, einen Täter dingfest zu machen. Doch Brunettis Gespür für die Grauzonen des menschlichen Verhaltens führt schließlich auf eine vielversprechende Fährte.

Monotonie des Alltags. Inspierierende Reise.
Mut zum Aufbruch.
Begegnungen.
Veränderung.

Ben hat die Monotonie des Alltags satt. Er fragt sich, wofür er eigentlich noch brennt und was aus all seinen Träumen geworden ist. Er erinnert sich an die Momente, in denen er lebendig und voller Freude und Tatendrang war. Kurzentschlossen bricht er auf zu einer inspirierenden Reise ans Meer, wo sein alten Freund Bo bereits auf ihn wartet. Sechs Strandfeuer, ein Leuchtturmwärter und die Begegnung mit zwei wunderbaren Frauen sind es, die Ben schließlich den Weg zurück an sein Feuer weisen.

 

Das Feuer des Lebens ist ein Buch, in dem man das Rauschen des Meeres und das Knistern des Feuers hört und den starken Impuls verspürt, anschließend selbst etwas in seinem Leben zu verändern.

Mut.
Einigkeit.
Leidenschaft.

Das WIR ist stärker als das ich – und wenn wir gemeinsam handeln, können wir so vieles, wenn nicht alles erreichen! So führen Mädchen und Frauen aus aller Welt die Klimaproteste an, sie kämpfen an anderen Fronten gemeinsam für gerechte Bezahlung, für gleiche Chancen, für Frieden und für eine Kirche ohne Repression. Drei Frauen gründeten die größte Bürgerrechtsbewegung unserer Tage – #BlackLivesMatter; Hunderte, Tausende Frauen bieten Sexismus die Stirn – #MeToo.

Rita Kohlmaier stellt sie und ihre historischen Vorbilder vor: die Marktfrauen, die den König von Frankreich stürzten; die Suffragetten als Streiterinnen für das Frauenwahlrecht; die Kryptoanalytikerinnen von Bletchley Park, die über die Nazis triumphierten; die Supremes, die in den 1960ern den Glamour erfanden und den Sensationserfolg als Girl-Group feierten; die 68er-Frauen, die das Land veränderten, wie die „Frauen für den Frieden“ der 1980er-Jahre. Sie alle kämpften und kämpfen Hand in Hand, Schulter an Schulter, gemeinsam, solidarisch, vereint.

SKANDINAVISCHER VOLKSGLAUBE.
SAGEN. MÄRCHEN. FANTASTIK.
TROLLE. ELFEN. DRACHEN.

Wild und gefährlich sind die Wesen, die in den dunklen Wäldern, tiefen Seen und schroffen Bergen des hohen Nordens leben. Sie halten sich vor uns Menschen verborgen, und doch sind sie allgegenwärtig: Wenn ein Wanderer auf rätselhafte Weise in der Wildnis verschwindet, wenn am Fluss die Klänge einer Flöte ertönen oder geheimnisvolle Nebelschwaden aufziehen … Dieses Buch stellt die wichtigsten und faszinierendsten Naturwesen des skandinavischen Volksglaubens vor und entführt in eine Welt voller Magie.

Die sagenhafte Welt der Trolle, Elfen und Drachen – ein unverzichtbares Hausbuch für Fans von Sagen, Märchen und Fantastik.


Johan Egerkrans zählt zu den bedeutendsten Illustratoren Schwedens. Er illustriert sowohl seine eigenen Bücher als auch die von anderen Autor*innen. Die ›Nordischen Wesen‹ waren sein Debüt als Autor und zugleich sein großer Durchbruch. Darauf folgten die ›Nordischen Götter‹ und ›Die Untoten‹. Alle drei Bände gelten in seinem Heimatland bereits jetzt als moderne Klassiker und werden von Leser*innen auf der ganzen Welt geliebt.

FABELWESEN.
GÖTTER DES NORDENS.
NORDISCHE MYTHOLOGIE.

Legenden über Drachen gibt es seit Menschengedenken. In fast allen Kulturen und Religionen haben sie einen festen Platz. Doch was ist so faszinierend an den feuerspuckenden Fabelwesen? Und woher kommen sie?

Johan Egerkrans hat zuvor bereits Wesen und Götter des Nordens sowie Untote aus aller Welt in seinem einzigartigen Stil zum Leben erweckt – und nun nimmt er sich der Drachen an. In einem detailverliebt und ausdrucksstark illustrierten Band werden sie auf ganz neue Weise vorgestellt. Wir treffen die listige Schlange im Paradies und Nidhögg, den Drachen aus der nordischen Mythologie. Wir lernen japanische Drachenfrauen kennen und machen Bekanntschaft mit legendären Drachentötern wie Kadmos, dem heiligen Göran und Beowulf samt ihren mit Schuppen bedeckten Erzfeinden.

LISA AISATO

Niemand illustriert die Hoffnungen, Ängste und Träume der Menschen so berührend wie Lisa Aisato. Für ›Alle Farben des Lebens‹ hat sie ihre besten Bilder ausgewählt – sowohl Klassiker als auch bisher unveröffentlichte Illustrationen. Zusammen mit poetischen Sätzen begleiten sie uns durch das Leben. Sie erzählen von Liebe, Sorge und großer Freude. Von der Kindheit, in der die Sommer besonders grün und die Winter besonders weiß sind. Von der Jugendzeit mit den großen Gefühlsstürmen. Und vom Erwachsensein, das auch so manches Abenteuer bereithält.


Lisa Aisato, geboren 1981, ist Künstlerin und Autorin. Sie arbeitet für verschiedene Verlage und Magazine und zählt zu Norwegens bekanntesten Illustratoren. Für ihre Bilder hat Lisa Aisato schon eine ganze Reihe von Auszeichnungen erhalten, und sie wurde mehrfach für den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis ALMA nominiert.

PANDEMIE. MILIONEN TOTE. FOLGEN FÜR DIE WELTWIRTSCHAFT. PANDEMIEBEKÄMPFUNG.

Die COVID-19-Pandemie ist noch nicht überstanden. Doch während Regierungen auf der ganzen Welt noch versuchen, sie unter Kontrolle zu bringen, wird bereits diskutiert, wie es weitergehen kann und was als nächstes passieren sollte. Wie können wir verhindern, dass eine weitere Pandemie Millionen von Menschen tötet und der Weltwirtschaft verheerende Schäden zufügt? Können wir das überhaupt schaffen?

 

Bill Gates glaubt, dass das möglich ist, und er legt in seinem zuversichtlichen Buch klar und überzeugend dar, was die Welt von der COVID-19-Pandemie lernen sollte. Er erklärt die Wissenschaft hinter der Pandemiebekämpfung und liefert Vorschläge, was wir alle tun können, um solch eine weitere Katastrophe zu verhindern. Angesichts des weltweiten Erfolgs von „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ (das auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand) wird Gates mehr denn je für seinen Beitrag zur Lösung der größten Herausforderungen der Welt respektiert.

GEFÜHLE. RENDEVOUS. KÜSSEREIEN.SEHNSUCHT.

»Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.« So Anton Čechov, der die Frauen und die Liebe kannte wie kein anderer. Voller Witz und ohne Illusionen verewigt er eines der facettenreichsten Gefühle. Rendezvous, Seufzeralleen und Küssereien sind ebenso vertreten wie leise Sehnsucht, verflogener Zauber, vertagte Geständnisse und gute Partien.

 

»Als sich O., ein junger Statistiker, von ihr verabschiedet – vielleicht für immer –, findet er sie wunderschön. Doch als sie ihm ihre Liebe gesteht, weiß er nicht mehr weiter.« Niemand hat so unpathetisch über das schönste und zerbrechlichste Gefühl der Welt geschrieben wie Anton Čechov. Im vorliegenden Band sind witzig-ironische Geschichten aus dem Frühwerk und die bewegenden Geschichten aus dem Spätwerk erstmals vereint. Ein zeitloser Lesegenuss in der kristallklaren Sprache von Peter Urban.

GESCHICHTE DES BUCHES.
ENTDECKUNGSREISEN.
ENTWICKLUNGEN.

Das Buch ist eine der schönsten Erfindungen der Menschheit. Bücher lassen Worte durch Zeit und Raum reisen und sorgen dafür, dass Ideen und Geschichten Generationen überdauern. Irene Vallejo nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise durch die faszinierende Geschichte des Buches, von den Anfängen der Bibliothek von Alexandria bis zum Untergang des Römischen Reiches. Dabei treffen wir auf rebellische Nonnen, gewiefte Buchhändler, unermüdliche Geschichtenerzählerinnen und andere Menschen, die sich der Welt der Bücher verschrieben haben.

 

›Papyrus‹ erzählt die Geschichte des Buches, eines Artefakts, das die Menschheit seit fast dreitausend Jahren fasziniert und das es in den unterschiedlichsten Formen gegeben hat: aus Rauch, Stein, Ton, Schilf, Seide, Leder, Holz und neu auch aus Kunststoff und Licht. Ein Sachbuch, das sich liest wie ein Abenteuerroman – und eine leidenschaftliche Hommage an die Welt der Bücher.

UNGELÖSTER MORDFALL.
KNOCHENFUNDE
VON LES EYZIES.

Brunos Chef lässt ein Mordfall bis heute nicht los. Im Wald bei Saint-Denis hatte man die Leiche eines jungen Mannes gefunden, die nie identifiziert werden konnte. Bei einem Besuch im Prähistorischen Museum in Les Eyzies sieht Bruno, dass sich aus Knochenfunden rekonstruieren lässt, wie ein Mensch zu Lebzeiten aussah. Er schlägt vor, dieses Verfahren auch bei dem ungelösten Mordfall zu versuchen. Damit beginnt endlich die Suche nach dem Mörder.

 

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung ›The Guardian‹. Heute ist er im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager in Washington. Seine ›Bruno‹-Romane erscheinen in 18 Sprachen.

Weitere Veröffentlichungen: Comaisseur, Französisches Roulette, Brunos Périgord, Revanche, Grand Prix, Schatten an der Wand, Grand Cru, Femme fatale, Reine Wein, Provokateure, Eskapaden …

Wechselfälle der Geschichte.
Familie und Freundschaft.
Kraft der Resilienz.
Verrat und Liebe.

Als er 1892 errichtet wird, ist der Feuerturm von Bukarest das höchste Gebäude der Stadt. 1989, beim Aufstand gegen die kommunistische Diktatur, ist er es längst nicht mehr, aber er war Zeuge eines ereignisreichen Jahrhunderts. Victor Stoica, dessen Familie seit Generationen Feuerwehrmänner stellt und beim Turm lebt, ist der erste, der mit dieser Tradition bricht. Aber sein Leben, das von einem tückischen Verrat gebrandmarkt ist, steht doch ganz im Zeichen des Turms. Victor, Opfer der Repression, der durch die Hölle gehen musste, erlebt 1989 wider Erwarten, dass es doch möglich ist, auf Freiheit und Glück zu hoffen.

 

In seinem fesselnden, ein Jahrhundert umfassenden Roman erzählt Catalin Dorian Florescu von den Wechselfällen der Geschichte, von Familie und Freundschaft, Verrat und Liebe, von der Kraft der Resilienz und vom sich wandelnden, bunten und dann wieder traurigen Leben in dieser Metropole. Die erschütternden Tage von Dezember 1989 erleben wir noch einmal in ihren Anfängen mit…  Mit fünf Generationen der Stoicas und einer Fülle unvergesslicher Figuren, mit leisem Humor, unbestechlich und doch immer von Hoffnung getragen, ist «Der Feuerturm» ein großes, aufwühlendes Leseerlebnis.   

Kosmos der Kunst und des Lebens.
Zarteste Unschuld und wildes Wühlen.
Frenetischer Jubel und tiefste Trauer.

«Für mich ist die Beschäftigung mit Beethoven mehr als die Aufgabe, geniale Noten zum Leben zu erwecken (was schon nicht wenig wäre): Sie ist eine Existenzweise, ein Credo. Davon möchte ich in diesem Buch erzählen. » Ludwig van Beethoven hat Christian Thielemann auf seinem musikalischen Lebensweg geprägt wie kaum ein anderer Komponist. In seinem Buch führt der berühmte Dirigent durch das Universum von Beethovens Musik und schildert, warum es ein ganzes Leben braucht, um ihr gerecht zu werden. Beethoven hat in seiner Musik den ganzen Kosmos der Kunst und des Lebens durchmessen: zarteste Unschuld und wildes Wühlen, frenetischen Jubel und tiefste Trauer. Darin liegt für Christian Thielemann das von Grund auf Menschliche dieser Musik und der Kern ihrer immer neuen Faszination.


In diesem Buch erklärt er, was die unübertroffene Größe von Beethovens Symphonien ausmacht, wieso dem Komponisten bei der Oper kein Glück beschieden war und warum die Missa solemnis sein Beethovensches Herzensstück ist. Vom Violinkonzert, das als Krone der Schöpfung gilt, und von den Klavierkonzerten ist die Rede, aber natürlich auch von den Klaviersonaten und Streichquartetten. Christian Thielemann denkt über das ewige Streitthema des «deutschen Klangs» nach, über gutes und schlechtes Pathos und über den Skeptiker Beethoven. Berühmte Beethoven-Interpreten haben ihren Auftritt, und zugleich vermittelt Thielemann, welche ungeheuren Schwierigkeiten sich bei dem Komponisten für jeden Dirigenten stellen. Dies ist das Buch eines Künstlers, der wie wenige andere in Beethovens Werkstatt geschaut hat und den Spuren seines Genies nachgegangen ist.


Harald Welzer.
Wissenschaftliche Befunde.
Psychologische Einsichten.
Die Kunst des Aufhörens.
Persönliche Geschichten.

Bestseller-Autor Harald Welzer stellt fest, dass unsere Kultur kein Konzept vom Aufhören hat. Deshalb baut sie Autobahnen und Flughäfen für Zukünfte, in denen es keine Autos und Flughäfen mehr geben wird. Und sie versucht, unsere Zukunftsprobleme durch Optimierung zu lösen, obwohl ein optimiertes Falsches immer noch falsch ist. Damit verbaut sie viele Möglichkeiten, das Leben durch Weglassen und Aufhören besser zu machen. Diese Kultur hat den Tod genauso zur Privatangelegenheit gemacht, wie sie die Begrenztheit der Erde verbissen ignoriert.


Harald Welzer zeigt in einer faszinierenden Montage aus wissenschaftlichen Befunden, psychologischen Einsichten und persönlichen Geschichten, wie man aus den Absurditäten dieser gesellschaftlichen Entwicklung herausfindet. Man muss rechtzeitig einen Nachruf auf sich selbst schreiben, damit man weiß, wie man gelebt haben will.

Eine Welt,
in der Natur und Menschen aus dem Gleichgewicht sind.

Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch nun scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Kurzum: Die Tiere verhalten sich wider ihre Natur. In seinem neuen Roman schildert Karl Ove Knausgård eine Welt, in der die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht sind, obwohl das Buch eigentlich ganz realistisch vom Leben einiger Menschen, neun an der Zahl, während mehrerer Hochsommertage erzählt, und zwar in deren eigenen Worten.

Da ist der Literaturprofessor Arne, der mit seiner Familie die Tage im Sommerhaus verbringt, an sich selbst zweifelt und mit seinem Nachbarn Egil über den Glauben an Gott diskutiert. Da ist die Pastorin Kathrine, die plötzlich merkt, dass sie ihre Ehe als Gefängnis empfindet. Da ist der Journalist Jostein, der auf einer exzessiven Trinktour von den mysteriösen Morden an Mitgliedern einer Death Metal Band hört, während seine Frau Turid in einer psychiatrischen Anstalt als Nachtwache arbeitet. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Ist er der Vorbote von etwas Bösem oder im Gegenteil die Verheißung von etwas Gutem? .

Ein Gespräch
über das Leben und Sterben.

Wo sind wir dem Tod begegnet, und wie verändert das unser Leben? Wie wollen Menschen sterben, und warum kommt es oft ganz anders? Was hat die Corona-Pandemie verändert?


Die Juristin Elke Büdenbender und der mit ihr befreundete Transplantationsmediziner Eckhard Nagel sprechen offen und persönlich, klug und kenntnisreich über ein Thema, das uns alle betrifft.


Wir müssen über das Sterben reden. Wo sind wir dem Tod begegnet, und wie verändert das unser Leben? Wie stellen sich die Menschen ihren Tod vor, und warum kommt es oft ganz anders? Was hat die Corona-Pandemie verändert?


Die Autoren sprechen offen und persönlich, klug und kenntnisreich über ein Thema, das alle betrifft.

Kommunikation im politschen Betrieb.
Wahrheit und Glaubwürdigkeit.
Glaubwürdigheit.
Professionalität.

Politiker müssen etwas zu sagen haben, aber Reden ist auch gefährlich. Jeder Satz kann aus dem Zusammenhang gerissen, auf die Goldwaage gelegt und vom politischen Gegner bewusst fehlinterpretiert werden. Nichts ist so einfach wie man es gerne hätte, aber komplizierte Sachverhalte zu erklären ist in Zeiten von kurzen Aufmerksamkeitsspannen eine besondere Herausforderung.


Oft müssen Themen wie die Veräußerungserlösgewinnsteuer erst einmal »übersetzt« werden, um auf ihre Relevanz für Bürgerinnen und Bürger hinzuweisen und damit ihr Interesse zu wecken. Wer in der Politik erfolgreich sein will, lernt früh das zu sagen, was die Wählerinnen und Wähler vermeintlich hören wollen. Und das können auch Halbwahrheiten sein.


Gregor Gysi erklärt, wie Kommunikation im politischen Betrieb funktioniert, warum die Abgeordneten nicht nach Professionalität aufgestellt werden, welche Redezeitbegrenzungen im Bundestag gelten, warum er sich in Talkshows vor allem an die Zuschauer wendet und weniger an die Mitdiskutanten, wie unterschiedlich Printmedien und Talkshows funktionieren und wie wichtig, aber auch wie schwierig es ist, Sachverhalte vereinfacht und zugleich korrekt darzustellen. Ein anekdotenreicher Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebs.

Liberale Demokratie.
Schwächen der Demokraten.
Methoden der Rechten.

Liberale Demokratie macht unfrei, Grüne legen Waldbrände, Feministinnen sind totalitär, Reiche werden diskriminiert – das ist die verkehrte Welt der rechten Propaganda. Und während wir hitzig über solche Verdrehungen diskutieren, mutiert die Markt- zur Machtwirtschaft: Big Data und Big Money haben die demokratische Ordnung auf den Kopf gestellt. Die Wirtschaft reguliert den Staat.

 

Rundum bedrängen Autoritäre die Demokratie. Doch warum bleiben Liberale und Linke so defensiv? Kippen die Konservativen nach rechts? Die Schwäche der Demokraten ist viel gefährlicher als die Lautstärke der Reaktionäre, warnt Roger de Weck. Sein Buch zeigt die Methoden und Schwachstellen der Rechten. Wer will, kann sie sehr wohl stoppen in ihrem Kulturkampf wider die Liberalität.

 

Damit Gestrige nicht die Zukunft kapern, müssen Demokraten an der Demokratie von morgen arbeiten, sie aktionsfähig machen. Nur so können wir auf die Autoritären antworten, gemeinsam mit der aufstrebenden Generation Greta. Denn die Natur, sagt Bestseller-Autor de Weck, muss zur Teilnehmerin an der Demokratie werden. Sein Buch schafft Übersicht – und Zuversicht.

Überleben am Rand der Welt.
Kraft der Natur. Isolation.
Ehe in der Krise.

Spitzbergen, 1957: Der junge Chirurg Finn und seine Frau Eivor ziehen mit ihren beiden kleinen Töchtern nach Spitzbergen, der nördlichsten Siedlung Europas. In der polardunklen Tundra fallen die Temperaturen unter minus 30 Grad, im Winter kann niemand die Insel verlassen. In der unberührten Natur sind es einzig die Kohleminen, in denen die Arbeit nie stillsteht. Als Werksarzt flickt Finn die bei der gefährlichen Arbeit verletzten Bergarbeiter zusammen, stellt aber bald fest, dass nicht nur ihre Körper kaputtgehen, sondern auch die Psyche.

 

Auch Eivor belastet die neue Situation schwer, sie hat Schwierigkeiten, ihren Platz in der Inselgemeinschaft zu finden. Nur über die Huskyhündin Jossa kann sie einen Zugang zu ihrer neuen Umwelt finden – doch die stille Verzweiflung am Ende der Welt wendet sich langsam, aber stetig auch gegen den eigenen Ehemann, während der Permafrost unter der Erde an den Fundamenten der Gemeinschaft rüttelt. Am Ende der Polarnacht ist ein Roman über das Überleben am Rande der Welt, Isolation, die Kraft der Natur – und eine Ehe in der Krise.

 

 
 

Witzig-ironische, bewegende Geschichten. Zeitloser Lesegenuss. Kristallklare Sprache.

»Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.« So Anton Čechov, der die Frauen und die Liebe kannte wie kein anderer. Voller Witz und ohne Illusionen verewigt er eines der facettenreichsten Gefühle. Rendezvous, Seufzeralleen und Küssereien sind ebenso vertreten wie leise Sehnsucht, verflogener Zauber, vertagte Geständnisse und gute Partien.

 

»Als sich O., ein junger Statistiker, von ihr verabschiedet – vielleicht für immer –, findet er sie wunderschön. Doch als sie ihm ihre Liebe gesteht, weiß er nicht mehr weiter.« Niemand hat so unpathetisch über das schönste und zerbrechlichste Gefühl der Welt geschrieben wie Anton Čechov. Im vorliegenden Band sind witzig-ironische Geschichten aus dem Frühwerk und die bewegenden Geschichten aus dem Spätwerk erstmals vereint. Ein zeitloser Lesegenuss in der kristallklaren Sprache von Peter Urban.

Arbeitswelt.
Selbstverwirklichung.
Grundeinkommen.
Transformation.

Nichts, was die Arbeit anbelangt, ist heute mehr selbstverständlich. Das zweite Maschinenzeitalter selbstlernender Computer und Roboter revolutioniert unseren Arbeitsmarkt. Es definiert neu was »Arbeit« ist, und wozu wir eigentlich noch arbeiten. Schon seit einiger Zeit arbeiten wir in den westlichen Industrieländern nicht mehr, um unsere Existenz zu sichern. Wir arbeiten, um zur Erwerbsarbeitsgesellschaft dazuzugehören.

Doch wenn »Vollbeschäftigung« nicht mehr der Jackpot ist, den es zu knacken gilt, sondern »Selbstverwirklichung«, dann ändern sich die Lose in der Tombola: Arbeit zu haben wird nun nicht mehr automatisch als Glückszustand bewertet, denn es kommt immer stärker auf die Qualität und die genauen Umstände des Arbeitens an. Aus der Erwerbsarbeitsgesellschaft, wie wir sie bisher kannten, wird eine Sinngesellschaft. Eine gigantische Transformation, und sie ist längst im Gange.

Richard David Precht zeigt uns, wie die Veränderung der Arbeitswelt unser Leben, unsere Kultur, unsere Vorstellung von Bildung, und letztlich die ganze Gesellschaft verändert – und welche enormen Gestaltungsaufgaben auf die Politik zukommen, insbesondere der Umbau unseres Sozialsystems hin zu einem bedingungslosen Grundeinkommen.

Lieber träumen wir alles. Kämpfe des Lebens.
Erfülltes Leben.

Am 24. März 2022 wird Martin Walser 95 Jahre alt. Der Gesprächsband mit Michael Albus – unter Beteiligung von Arnold Stadler – entstand auf Wunsch des Autors. Ein spannendes Unternehmen: Wovon träumt ein ebenso anerkannter wie umstrittener deutscher Schriftsteller, wenn die großen Kämpfe des Lebens ausgekämpft sind? Martin Walser spricht darüber, was nach einem langen und erfüllten Leben immer noch von Bedeutung ist und was nicht.

Eine Auswahl von Zitaten aus Walser-Texten verknüpft Interview und Lebenswerk. In einer ausführlichen Nachschrift würdigt Arnold Stadler: »Jeder wirkliche Dichter hat eine Verletzung, eine Wunde, aus der es weiterblutet. Erinnerungsweise« (Arnold Stadler).

Angst. Liebe. Scham. Bedürfnis. Einsamkeit.

1893, in einem Amerika, das anders ist, als wir es aus den Geschichtsbüchern kennen: New York gehört zu den Free States, in denen die Menschen so leben und so lieben, wie sie es möchten – so jedenfalls scheint es. Ein junger Mann, Spross einer der angesehensten und wohlhabendsten Familien, entzieht sich der Verlobung mit einem standesgemäßen Verehrer und folgt einem charmanten, mittellosen Musiklehrer.
2093, in einer von Seuchen zerrissenen, autoritär kontrollierten Welt: Die durch eine Medikation versehrte Enkelin eines mächtigen Wissenschaftlers versucht ohne ihn ihr Leben zu bewältigen – und herauszufinden, wohin ihr Ehemann regelmäßig an einem Abend in jeder Woche verschwindet.

Zum Paradies ist ein Wunderwerk literarischer Erfindungskraft und ein Kunstwerk menschlicher Gefühle. Seine außergewöhnliche Wirkung gründet in seinem Wissen um den Wunsch, jene zu beschützen, die wir lieben: Partner, Liebhaber, Kinder, Freunde – unsere Mitmenschen. Und den Schmerz, der nach uns greift, wenn wir das nicht können.

ENTWAFFNEND EHRLICH. WITZIG. LEBENSKLUG.

Der Held muss in die weite Welt hinaus und Abenteuer erleben, um ein Held zu werden – und eine Geschichte zu haben. Und was ist mit der Heldin? Doris Dörrie erzählt von drei Reisen – nach San Francisco, nach Japan und nach Marokko – und davon, als Frau in der Welt unterwegs zu sein. Sich dem Ungewissen, Fremden auszusetzen heißt immer auch, den eigenen Ängsten, Abhängigkeiten, Verlusten ins Auge zu sehen. Und dabei zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden.

 

Von einer, die auszog, das Fürchten zu verlernen. In einer sehr persönlichen Mischung aus Erinnerungen, Reflexionen und Geschichten erzählt Doris Dörrie von drei Reisen in die USA, nach Japan und Marrakesch. Ihr roter Faden ist dabei die Heldenreise, ein Urmythos, den wir heute auch aus unzähligen Hollywood-Filmen kennen. Der aber für eine Frau in der Hauptrolle gar nicht vorgesehen ist.

Entwaffnend ehrlich, witzig und lebensklug denkt Doris Dörrie in diesem autofiktionalen Text über das Unterwegssein als Frau nach: allein, mit Freundinnen, mit Männern, immer mit leichtem Gepäck.

ATEMLOS. RISIKOREICH. RADIKAL PERSÖNLICH.

Das literarische Debüt von Edgar Selge: Ein Zwölfjähriger erzählt seine Geschichte zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik. Exemplarisch und radikal persönlich.

 

Eine Kindheit um 1960, in einer Stadt, nicht groß, nicht klein. Ein bürgerlicher Haushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor. Der Krieg ist noch nicht lange her, und die Eltern versuchen, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was sie ihre verlorenen Jahre nennen. Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine älteren Brüder mit Vater und Mutter am Esstisch führen. Aber er bleibt Zuschauer. Immer häufiger flüchtet er sich in die Welt der Phantasie.

 

Dieser Junge, den der Autor als fernen Bruder seiner selbst betrachtet, erzählt uns sein Leben und entdeckt dabei den eigenen Blick auf die Welt. Wenn sich der dreiundsiebzigjährige Edgar Selge gelegentlich selbst einschaltet, wird klar: Die Schatten der Kriegsgeneration reichen bis in die Gegenwart hinein.

 

Edgar Selges Erzählton ist atemlos, körperlich, risikoreich. Voller Witz und Musikalität. Ob Bach oder Beethoven, Schubert oder Dvořák, Marschmusik oder Gospel: Wie eine zweite Erzählung legt sich die Musik über die Geschichte und begleitet den unbeirrbaren Drang nach Freiheit.

Ende des kalten Kriegs. Isolation und Konfliktherde
Herausforderungen.

Nach dem Ende des Kalten Krieges trat der Westen als Sieger der Geschichte auf. Frühzeitig hatte Peter Scholl-Latour vor der Isolation Russlands, der Explosivität des Nahen Ostens und der Herausforderung durch China gewarnt. Auch die aktuellen Konflikte im Kaukasus, in Pakistan oder im Iran hatte er lange vorausgesehen. Sie alle sind die Vorzeichen eines neuen Kalten Krieges, den der Westen nur verlieren kann.

Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam

Seit der Implosion der Supermacht Sowjetunion haben sich die Gewichte der Welt nachhaltig verschoben. Zwar hat das russische Imperium unter Putin zu innerer Stabilität zurückgefunden, doch an seinen Außengrenzen brodelt es. Peter Scholl-Latour hat die russischen Grenzgebiete von Minsk bis Wladiwostok bereist. In gewohnt souveräner Manier schildert er seine Eindrücke und macht deutlich, wie sehr die Vorgänge in diesen Konfliktregionen uns unmittelbar betreffen. 

KOMMENTARE. UNRUHIGER GARTEN DER SEELE.

Zum Anlass seines 90. Geburtstags erscheinend, ist dies vielleicht das persönlichste Buch von Alexander Kluge. Das Buch der Kommentare folgt dem spielerischen Geschwisterkind Zirkus. Kommentar auf dem Fuße, bietet diesem zugleich aber die Stirn, führt den Leser mit bitterem Ernst hinein in den »unruhigen Garten der Seele«.

Ausgangspunkt der Erzählung ist der düstere Advent 2020. Wir erleben eine Karambolage zweier Lebenswelten: Ein Virus drängt sich in unser Leben ein und stellt an unsere Gewohnheiten und unsere Intelligenz hartnäckige Fragen in ganz neuer Beleuchtung: Wie verlässlich sind die obersten Führungsetagen unserer Welt? Wie zerbrechlich ist der Mensch? Was ist ein »Selbst«, ein »Ego« und ein »Ich«? Wie erzählt man von der Nähe? Und welche Rolle spielt dabei die Orientierung: DER KOMMENTAR?

»Kommentare sind kein lineares Narrativ. Sie sind Bergwerke, Katakomben, Brunnen, die stollenartig in die Tiefe graben. Es reizt mich, diese besondere Form der Narration neu zu erproben.« Mit dieser programmatischen Ausdeutung des Begriffs »Kommentar« führt Kluges neues Buch weit zurück in die antike Bibliothek von Alexandria und in die mittelalterliche Scholastik, inspiriert durch die kürzlich erschienene Geschichte der Philosophie von Jürgen Habermas. Zugleich schlägt der Autor, 1932 geboren, den Bogen über die Knotenpunkte des »Langen Jahrhunderts«, das vor seiner Geburt begann und 2022 nicht enden wird.